19. Secret: Held und Herd
Shownotes
Christoph Held empfängt uns in der Spitzvilla am Traunsee, dorthin verschlägt es uns diesmal für eine neue Folge Salzkammergut Secrets. Hinter dem Namen steckt der "Krauli", der Koch mit den Dreadlocks, TV-Gesicht, Podcaster, Youtuber und Lebensmittelveredler aus dem Gasthaus Siriuskogl in Bad Ischl. Statt Sagenstimmung serviert er uns eine Kombi aus Bodenständigkeit, Kreativität und jener Energie, die man sofort spürt, wenn er im Raum steht.
Für Krauli ist immer klar gewesen, dass Bad Goisern seine Heimat ist, da rüttelt auch nichts dran. Aber sein Herz hat er doch an den Siriuskogl verloren. Früher lebte er mit seiner Familie am Fuße des Siriuskogl und gemeinsam mit seiner Schwester wurde dieser besondere Ausflugsberg oft bewandert. Und schon als Kind spürte er, dass er sich genau hierher wünscht. Wie es mit Kinderwünschen manchmal so ist, sie geraten in Vergessenheit. Zum Glück hat ihm eine Annonce einen Wink mit dem Zaunpfeiler (beinahe schon Brückenpfeiler) gegeben und er ist genau dort gelandet wo er landen sollte, und das mit gerade mal Anfang 20.
„Grenzenlos verwurzelt“ lautet der Titel auf seinem Kochbuch. Dieser Stil findet sich nicht nur in seiner Küche wieder, sondern auch in seiner Lebenseinstellung. Der ehrliche, weltoffene Tausendsassa liebt es Geschmäcker zu vermischen. In seinen Gerichten gehören Gegensätze einfach zueinander und genau das zeigt er in allen Formaten.
Fine Dining bezeichnet er nicht als Essen, es ist eine Theaterinszenierung. Kein Abend, an dem man sich den Bauch vollschlägt, sondern ein Abend voller Eindrücke, neuer Erfahrungen und tollen Gesprächen. Erst die Einfachheit in den Speisen ist für ihn die wahre Herausforderung.
Was Christoph Held 2026 alles geplant hat, welchen Stellenwert Früchtebrot in seinem Leben eingenommen hat und welche Talente sich unter Kochuniform und Dreadlocks noch verstecken, das verrät er im 19. Secret.
Link: https://www.heldundherd.at/
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Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Transkript anzeigen
00:00:15: Herzlich willkommen zu einer neuen Sendung Salzkammerguts Secrets.
00:00:19: Heute habe ich einen Held mir gegenüber, nämlich den Held am Herd, den Christoph Grauli.
00:00:23: Ich freu mich voll.
00:00:24: Dein Kalender ist zurzeit rappelvoll, aber du nimmst dir Zeit.
00:00:29: Schön, dass du da bist.
00:00:30: Schön, dass ich zu dir kommen durfte.
00:00:33: Christi Grauli.
00:00:34: Hallo, Christi.
00:00:34: Vielen Dank fürs Kommen und für die Einladung.
00:00:38: Danke.
00:00:39: Wir sitzen hier in der Spitzvilla am Traunsee.
00:00:44: Blicken auf deine wunderschöne Heimat, die dich unglaublich geprägt hat.
00:00:49: Ja, genau.
00:00:51: Es ist ein Lieblingsplatz, Alia, habe ich gehört.
00:00:53: Die Spitzwiller spielte schon immer eine Rolle in meinem Leben und ist verdonten mit Familie.
00:01:01: Mein Onkel betreibt das Lokal seit vierzig Jahren und der Tobias Seibourg, also mein Cousin und ich haben da vieles zusammen miteinander verbracht.
00:01:11: dann bin ich auch irgendwie in die Gastro abgerutscht und das hat uns dann noch mehr verbunden.
00:01:16: und das ist ein Platz, immer wenn es Richtung Wien geht oder irgendwohin mache ich dann Stopp und erbt mich noch mal kurz bevor er das Salzkommagurp verlässt, trink noch Kaffee oder so und dann aus dem Salzkommagurpen bei Heimkämmen, genau das gleich eigentlich wieder.
00:01:32: Ja, dass du grenzenlos verwurzelt bist und auch der Grund warum wir eigentlich heute da sind, weil du kochst hier, was ganz Besonderes, nämlich dein neues Kochbuch oder dein allererstes Kochbuch sogar grenzenlos verwurzelt, ganz frisch schienen.
00:01:49: Deswegen ist auch dein Kalender so rappelvoll wobei, ich glaube der ist eigentlich immer rappelvoll.
00:01:54: Aber was gibt es hier dieser Tage in der Spitzvilla von dir zu sehen?
00:01:59: Wir haben uns überlegt gemeinsam mit dem Verlag, dass man das Kochbuch irgendwie lebbar machen, spürbar und haben ausgeschrieben, dass wir zwei so Menüabende machen in der Spitzwille.
00:02:13: Und zwar im Superrahmen, also nicht zu groß, eher klein, immer mit forty-fünf Leuten.
00:02:19: Und die zwei Trock waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, die sind irgendwie neun Tage draus worden.
00:02:24: Und die Nachfrage ist nach wie vor sehr groß und wir haben gesagt, na, das geht jetzt einfach nicht mehr.
00:02:30: Und genau, und da machen wir auf ganz wirklich... Einfache Art und Weise.
00:02:34: Die zeige ich halt einfach.
00:02:37: Ja, ein paar Rezepte aus dem Kochbuch.
00:02:39: Ich plaudert ein bisschen, wie das alles entstanden ist.
00:02:41: Und wir machen uns halt einfach einen gemütlichen Abend.
00:02:43: Da haben wir einen bunten Mix an Leuten jung alt, so wie ich es gern habe.
00:02:47: Ein demokratischer Platz, wo jeder irgendwie vorbeischauen kann.
00:02:53: Ja, das Miteinander ist, glaube ich, für die eines der wichtigsten Säulen in deinem Leben.
00:02:58: Du verbindest gern, glaube ich, Jung und Alt und Tradition und Moderne.
00:03:02: Du sitzt ja auch im Bad Ischl in der Kaiserstadt, aber kochst an einem ganz spannenden Ort, also nicht für die Kaiser Villa und auch nicht für Sisy und Franz und auch nicht mit diesen klassischen Gerichten, sondern auch dort bringst du eigentlich modernes und traditionelles ganz gut zusammen.
00:03:19: Wo findet man die, wenn man nicht jetzt zu den Menüabenden zum Essen kommt?
00:03:25: Ja, ich bin eigentlich hier die meiste Zeit am Siriuskugel.
00:03:28: Also momentan relativ viel unterwegs.
00:03:29: Wir haben einen Kochbuch, Roundabout, Fünfzig Termine, wo wir gerade im ganzen deutschsprachigen Raum unterwegs sind, mit einem super Team, das mir ein Rückenäubefreiheit und alles vorbereitet.
00:03:42: Und nach wie vor, ich bin jetzt nicht so der energetische Typ, aber nach wie vor ist für mich der Siriuskugel ein Platz, wo ich mir einfach wohl fühle, auch wenn er immer mit Arbeit verbunden ist.
00:03:51: Aber der hat einfach ganz eine besondere Ausstrahlung, die ich schon ja in Kindheitstagen auf mich gewirkt habe.
00:03:57: Das ist so granile Laufstare, die kann ich kurz erzählen.
00:04:00: Ich bin am Fusel des Siriuskogels aufgewachsen und meine Eltern waren mit meiner Schwesterung mit mir sehr regelmäßig am Siriuskogel.
00:04:07: Schau, bauen wir die Wochen einfach.
00:04:10: Und da habe ich das Kleine Brück gesagt, wenn ich mal groß bin, lerne ich mal Koch, weil ich möchte sowas haben wie ein Siriuskogel.
00:04:15: Und dann habe ich tatsächlich Koch gelernt.
00:04:17: Ich weiß aber nicht mehr, ob das so war wegen ein Siriuskogel, aber ich habe einfach Koch gelernt.
00:04:21: Dann habe ich Zivildienst gemacht, dann ist mir das Soziales so eingefahren, dann habe ich Altenfachbetreuausbildung gemacht und habe das alles wieder vergessen.
00:04:28: Aber wenn ich im Altersheim schon immer Kochgruppen gehabt habe, mit den alten Weiberleuten, dann habe ich einmal in der Woche gekocht.
00:04:34: Das war immer sehr spannend, weil waren dreißig.
00:04:38: Omas, die das beste Rezept für einen Apfelstrudel hat, jeder für sich.
00:04:42: Und dann steht in der Ischla-Woche, Siriuskogel zu verbachten und dann ist mir das eingefallen.
00:04:47: Und dann bin ich da vollbepackt mit Ideen hinkommen und habe mir beworben.
00:04:52: Und da habe ich mir null Chancen ausgerechnet, sowohl in den Jahren.
00:04:58: Ich habe den Zuschlag bekommen, ein Einstimmig.
00:05:02: Und dann habe ich mir einen positiven Sinne verbissen, habe ich anerzagt dieser Lausbuer.
00:05:08: mit der Wüdenfrisur, der kann das sehr wohl.
00:05:12: Dein Biese habe ich immer noch drin, das sehe ich aber mittlerweile für Sachen ganz locker.
00:05:16: Das Siriuskogel ist einfach der Platz und wird es ja immer sein, weil das stimmt mir immer in Frage.
00:05:22: Wer geht's mit dem Siriuskogel weiter?
00:05:23: Du bist zu viel unterwegs, ja.
00:05:25: Es geht mit dem Siriuskogel weiter.
00:05:26: So lang es mir Spaß macht, ich habe am ersten Tag gesagt, ich mache das so lange, so lang es mir Spaß macht und ich, das ist ganz stark gespürt.
00:05:34: Ich spüre das nach achtzehn Jahren und das Siriuskogel ist mein Platz.
00:05:38: Ja,
00:05:40: ich mag sehr mit den Eseln oben, finde ich das immer ein super nettes Ausflugsziel für groß und klein.
00:05:47: Und wenn man dann natürlich ist und hinunterblicken darf auf die Stadt oder wenn vielleicht das noch dunkel wird, dann ja, berührt der Platz ein.
00:05:54: Ich verstehe total, dass du das eine Liebe hast.
00:05:56: Und ich finde auch, was man dort ist und was auch dein Kochbuch widerspiegelt, sind die Gegensätze.
00:06:03: Ich mag das, ich habe natürlich dein Vorwort gelesen vom Kochbuch und fand die Erklärung für diese Namensgebung grenzenlos verwurzelt herrlich.
00:06:13: Weil Wurzeln sind eigentlich so star und trotzdem hast du keine Grenzen.
00:06:19: Das zeigt für mich auch deine Küche.
00:06:21: Ja, grenzenlos verwurzelt, das habe ich bestanden.
00:06:24: Da habe ich ein bisschen kämpfen müssen mit dem Verlag, wenn ich habe gesagt.
00:06:28: gefällt ja noch nicht so der Titel und ich habe gesagt, wann wir Kochbuch machen, dann ist das eine von den Bedingungen, weil das beschreibt einfach mein Küchenstil, das beschreibt meine Lebenseinstellung, ich bin, wenn man sich auch nicht sieht, am ersten Moment sehr traditionsverwurzelt und trotzdem der weltoffenste Mensch.
00:06:45: und so koche, so lebe und für mich war das immer spannend, Gegensätze zu verbinden miteinander, egal um was da geht, ob das in der Gesellschaft ist.
00:06:55: Ob das in der Küche ist, ob das in der Musik ist, ich mag das einfach, dieses Vermischen und einfach das Leben spüren und trotzdem stolz sein auf seine Traditionen.
00:07:07: und darum habe ich gesagt, das muss grenzlos verurzelt heißen.
00:07:10: Außerdem spielen die Wurzeln in der Musikrichtung, wo ich daheim bin, also im Reggae, eine ganz starke Rolle.
00:07:17: Darum haben wir auch die Rasters.
00:07:19: Dreadlocks und das sind praktisch die Wurzeln, mit denen du verwurzelt bist in der Erde im Boden.
00:07:24: Und darum grenzenlos verwurzelt.
00:07:27: Und die Grenzen springst du mit deinen Gedanken, der Kopf ist immer frei.
00:07:30: Und ja, das erste Rezept aus dem Kochbuch, was wir aufbauen, ist, da muss ich die fragen, wie kommt man auf das, weil ich mag total gern diese Summer Rolls, Sommerrollen, die du sie nennst.
00:07:42: Und jetzt gibt es so ein Blut, was dazu.
00:07:44: Ja.
00:07:45: Es ist einfach so einfach, ich werde immer gefragt, wie auf meine Rezepte kommen, manchmal stöme ich mich einfach in die Küche und leg los.
00:07:51: Aber das ist wahrscheinlich nicht die beste Variante, um so ein Beispiel zu nehmen, mit grenzenlos verwurzelt, aber trotzdem ist irgendwie, Sommerrolle kennt jeder, aber mit Blunzen nicht nett, das ist irgendwie was aus der Heimat oder kennt jeder.
00:08:09: Das hat sich so ergeben.
00:08:09: Es schmeckt extrem geil, weil die Blunzen hat einfach so ein... So ein gremiges Schmelz und das vertraugt sich einfach mit der Sommerrolle gut.
00:08:17: Aber ich koche wahnsinnig gern vegan, z.B.
00:08:21: eine Sommerrolle.
00:08:22: vegan, weil man kann die Bluntzen ohne weiteres weglassen.
00:08:25: Ja, vegan habe ich gesehen, hast du mit dem Sonnenblumenkern Arisato.
00:08:30: Das habe ich mir schon eingemerkt, das werde ich das Wochenende ausprobieren, weil ich koche Arisato mit Buchweizen, ich koche Arisato mit dem Reis, aber mit Sonnenblumenkern habe ich immer nie drüber draus.
00:08:40: Das funktioniert super.
00:08:42: Cool Idee.
00:08:43: Ja.
00:08:44: Was würdest du sonst sagen, ist in deinem Kochbuch das Einsteigerrezept?
00:08:48: Weil es ist eben auch das, und das ist, glaube ich, deine Handschrift, was man da sehr spürt.
00:08:54: Oder der Lukas Nagel sagt so, gut, du bist rebellisch, wild, ungezähmt.
00:08:57: Also man kauft jetzt da kein Kochbuch, wo die Gerichte vom Salzkammergut wiedergegeben sind, sondern du hast echt deine eigenen Note.
00:09:05: Was vielleicht beim ersten Moment eben ... Wem dann fast, also ich kauf Kochbücher schon, weil Rezepte mich anregen, aber ich kauf auch Kochbücher, weil sie einfach unfassbar schön sind.
00:09:16: Da muss ich sagen, die Monika Löw ist deine Fotografin und dein Können hat da tolles gemacht.
00:09:22: Also es ist ein herrlich schönes Buch, auch nur anzuschauen.
00:09:24: Aber was würdest du sagen, ist ein Einsteigerrezept, wo man jetzt noch am meisten das Vertraute vielleicht wiederfindet?
00:09:32: oder sagst du bewusst, das gibt es gar nicht.
00:09:34: Du machst jetzt im Kochbuch.
00:09:35: Im Kochbuch
00:09:37: meine ich.
00:09:38: Der muss ich kurz ausholen.
00:09:42: Die Monika Löw, die du gerade angesprochen hast, die war eine zweite Grundverarsetzung zum Buch, weil normal ein Betäuer verlog mit Vertragsfotografen und du hast ... fünf oder sechs Shooting-Tage für einen Kochbuch und dann ist das erledigt und da wird das mit Druck reinkommt.
00:09:58: Die Monika habe ich so zwarteißend zwanzig kennengelernt bei einen Shooting und habe gewusst, das ist die Fotografie, mit der ich meinen Kochbuch machen will, weil die hat ganz einen speziellen Blickwinkel und die macht so schöne Fotos, egal um was geht.
00:10:12: Und dann haben wir angefangen, ohne dass wir einen Verlag haben, machen wir einen Kochbuch.
00:10:15: Dann haben wir einen Verlag dazugeregt.
00:10:17: dann bin ich mit dem Verlag nicht einig geworden, obwohl die Verträge schon unterschrieben waren, dann habe ich mich ausschaut und richtig fügelt, weil ich das nicht gespielt habe.
00:10:25: Dann habe ich das wieder auf Zeiten geklickt und Monika gesagt, wir haben jetzt schon so viel da, wir müssen das Buch fertig machen.
00:10:30: Und jeder hat gefragt, wo ist der Kochbuch?
00:10:32: Und dann haben wir eben den nächsten Verlag gefunden und da habe ich gesagt, hey, wann ist das wirklich, wo jetzt dann mit Monika läuft?
00:10:39: Und dann haben wir das losgelegt und wir haben auf das Kochbuch achtzig Shooting Tage.
00:10:44: Also das ist unbackbar und wir haben uns so viel Zeit lassen und noch reduziert und ich finde, das spürt man ganz stark.
00:10:52: Und eine Frage zu beantworten ist ein Einsteigerrezept.
00:10:54: Ich bin überhaupt kein Rezeptkoch.
00:10:56: Also die große Challenge bei diesem Kochbuch war, dass ich Rezepte mache, die du ganz easy nach dem Foto nach Bank hast.
00:11:03: Also das war die Grundvoraussetzungen.
00:11:05: Das habe ich bis ins Detail betrieben.
00:11:07: Ich habe da allen meinen Netzwerk so richtig stark gefordert, weil ich habe Rezepte aufgeschrieben.
00:11:12: Ich hab alle meine Kirche geben und Kirchinnen und hab gesagt, baut's das nach.
00:11:16: und dann haben wir gedüftelt und gemacht und ich hab vorher gibt's vielleicht eine Handvolle Rezepte, die ich immer aufgeschoben hab.
00:11:21: Ich bin so der Solkitschenkoch geeinig und lege einfach los und schau, was passiert.
00:11:26: Und jetzt haben wir das alles rezeptiert.
00:11:29: und jetzt weiß ich nicht mehr, was ich sagen wollte.
00:11:31: Das Einsteigerrezept suchen wir noch immer.
00:11:34: Das Einsteigerrezept.
00:11:35: Weil das hab ich mir gefragt, als ich's
00:11:36: doch gesagt hab.
00:11:37: Nein, jetzt weiß ich's wieder.
00:11:38: Und zwar haben wir dann geschrieben ... im ersten Kapitel kochen aus deinem Handgelenk.
00:11:43: Da beschreibe ich in zehn Punkten, was du beachten musst, also meiner Meinung nach in der Küche, dass du super kochen kannst.
00:11:51: Und darum glaube ich, dass jedes Rezept da drinnen funktioniert und einfach ist.
00:11:57: Ich kann da jetzt nicht sagen, was da irgendwie das einsteigende Rezept ist.
00:12:02: Ich glaube, ich traue mir zu behaupten, dass das alles funktioniert und erleiht.
00:12:08: nicht kochen können, das ist super easy nachbauen können.
00:12:11: Aber Kochen ist halt trotzdem, was der Arnecker kochen ein bisschen besser, weil sie haben einfach in die Wiege gekleckt ist, das ist wie, es gibt Leute, die sind musikalisch und die Nebemusikalischen kennen sehr wohl ein Gitarre spielen, aber sie müssen sich halt mit der Materie mehr beschäftigen.
00:12:25: Und so ist das bei allen, beim Schonglieren, beim Kochen und bei allen.
00:12:29: Aber mein Kochbuch ist sicher ein Kochbuch, wo Nicht-Köchinnen ganz einfach einsteigen können.
00:12:37: Also es gibt wirklich sofort eine Handfeuerrezepte, wo man sich denkt, ah ja, das kann ich so wie die Sonnenblumenresotto.
00:12:44: Auf den ersten Blick klingt so ein bisschen wow, und dann liest sich's aber einfach, und man merkt, dass es machbar ist.
00:12:50: Ich glaub, deine zehn Tipps vom Anfang, also du sagst ja auch keine Angst vom Würzen, zum Beispiel, also es braucht einfach ein bisschen Power, helfen da bestimmt reinzukommen.
00:12:59: Ich find auch den einen Tipp gut, dass sich die Gegensätze anziehen, weil da hab ich mir auch jedes Mal im Serioskogel gedacht, wie geht's jetzt so am Eing natensalzkammergutler mit deiner Küche?
00:13:12: Ja, das kommt gar nicht so schlecht an.
00:13:14: Ja, das glaube ich.
00:13:15: Und ich glaube, dass im Leben, also das ist halt mein Empfinden, weil jeder anders so, es geht im Leben um Gegensätze immer.
00:13:21: Ein Leben ist dann interessant, wenn es Kurven hat, wenn es einmal schlecht ist und wenn es einmal gut ist.
00:13:26: Ein Beziehung, egal ob das ein liebes Beziehung ist oder ein Freundschaftsbeziehung, braucht Gegensätze.
00:13:30: Die braucht auf und ab und so ist es ein Un, dass ein Leben spürbar wird oder interessant, braucht es keine gerade Linie, sondern... Ich muss halt ein bisschen so dahin schwimmen.
00:13:41: Und ich war immer einer, ich habe alles ein bisschen anders gemacht, egal ob ich ein Zuganger bin oder so, aber das habe ich zeitweise in der Jugend vielleicht aus Provokation gemacht, aber jetzt mache ich es eigentlich extrem liebevoll.
00:13:53: Also wenn ich irgendwas anderes mache wie die anderen, dann mache ich das nicht besser, sondern dann ist das einfach mein Zugang, weil es mir einfach Spaß macht.
00:14:02: Wenn z.B.
00:14:03: der Ideen von mir kopiert, das war am Anfang ganz viel in der Kulinarik.
00:14:07: Wir haben vor fünfzehn Jahren schon Bergerwecker mit roten Rübenpulver eingefärbt.
00:14:11: Dann haben sie überall rum angefangen.
00:14:13: Dann habe ich gesagt, das schenke ich alles.
00:14:15: Kein Zahm, ich mache es nicht mehr.
00:14:17: Weil es mal wurscht ist.
00:14:20: Und Gegensätze sind super.
00:14:21: Das ist das, was für mich das Leben einfach interessant
00:14:24: macht.
00:14:28: Ich finde mit dem, dass du das jetzt so schön gesagt hast.
00:14:32: macht sein Kochbuch extrem wertvoll.
00:14:36: Weil im ersten Moment bin ich mir sicher, dass so aus der klassischen Küche kommend eben manche sie denken, wow, aber eben es sind deine Gegensätze und es ist deine Handschrift.
00:14:46: Und wenn man sie für das Kochbuch entscheidet, dann glaube ich, mag man die Spannung spüren.
00:14:50: Also ich freue mich wirklich schon auf das eine oder andere Rezept und auf die Geschmacksrichtung, mit der ich heute im ersten Moment wahrscheinlich nicht experimentiert hätte.
00:14:59: Aber drum mag ich auch sehr, ich persönlich.
00:15:02: Kochbücher und Ideen, weil man kocht sonst immer den gleichen Stiefel.
00:15:06: Ja, da gibt es eine Statistik, die habe ich vor kurzem gehört, dass, wenn man sich ein Kochbuch kauft, kocht man maximal drei Rezepte draus.
00:15:14: Alles andere, lasst ihn inspirieren und bleibt da.
00:15:18: Mein Kochbuch ist mehr als ein Kochbuch und ich bin ganz groß am Titelblatt drauf, als Person, aber dieses Buch... Da haben so viel Leib mitgearbeitet und für mich ist es viel mehr wie kochen, sondern da steht meine Lebensgeschichte dabei.
00:15:30: Da hat zum Beispiel Elektorin, die habe ich vorher noch nicht gekannt, das Buch in der Ich-Form geschrieben.
00:15:36: Mit der bin ich wandern gegangen und habe mehrere Tage verbraucht und die hat alles ausserzogen.
00:15:40: Aus mir und irgendwann im Sommer habe ich gesagt, ich tat das gerne mal lesen, weil wann wer was in der Ich-Form schreibt, dann muss das schon passen.
00:15:48: Und ich habe da schon Vertrauen gehabt und dann habe ich den Text erst einmal gekriegt und ich habe es nicht geschafft.
00:15:54: dass ich ihn lese, weil ich so emotional bin.
00:15:57: Das macht da gerade was mit mir.
00:15:58: Ich hab da einig lesen, in der Nacht nach der Arbeit und hab immer wieder aufhören müssen, weil das wirklich das erste Projekt ist, wo ja hundert Prozent Grauli drinnen steckt.
00:16:08: Und der hat das so auf den Nagel trafen.
00:16:10: und auch die Fotografie und die Grafik und alles, was da drinnen ist, das ist viel mehr wie kochen.
00:16:15: Das ist einfach, keine Ahnung, das ist einfach ein richtig schönes Buch geworden, finde ich.
00:16:19: Also, das ist die erste Sache, wo ich wirklich stolz drauf bin.
00:16:22: Ich teile für auf jede Fernsehe sein.
00:16:24: Ich muss ehrlich sagen, das kann ich nur bestätigen, lieber Christoph, weil du warst so lieb und hast mir ein Exemplar von deinem Kochbuch vorab zukommen lassen.
00:16:33: Und ich hab mir Fragen überlegt.
00:16:35: Und dann hab ich das Kochbuch gekriegt.
00:16:37: Und du siehst das hier.
00:16:38: Ober meinen Fragen liegt der rausgrissene Zettel, den ich mir die Notizen beim Buch gemacht hab, weil die Emotionen ... Die habe ich da voll rausgelesen.
00:16:47: Ja, das freut mich.
00:16:48: Ich habe mich total gefreut, die kennenlernen zu dürfen, mit all deinen Ecken und Kanten und deinem Weg.
00:16:53: Und es ist ein ganz wertvoller Text entstanden, den ich eben auch zu hundert Prozent mit dir identifizieren kann.
00:17:01: Also ist es voll gelungen.
00:17:02: Dankeschön.
00:17:04: Ja, gern.
00:17:04: Von Herzen.
00:17:05: Und sicher dein Herzensrezept und glaube ich ist ganz prägend, ist was von deiner Oma mit drin im Grundbuch.
00:17:12: Mein Oma ist ziemlich genau vor zwei Jahren verstorben.
00:17:16: Und ja, die war für mich eigentlich schon sehr prägende Person.
00:17:21: Also, wir haben jetzt erst über die Spitze wiedergekriegt.
00:17:24: Wir waren vierzehn Enkel.
00:17:26: Alle ungefähr plus, minus, im selben Alter.
00:17:29: Das ist eine große Familie.
00:17:31: Und wir haben uns immer drauf auf der Hochstahl.
00:17:33: Und dreizehn Enkel haben immer draußen bei die Tiere getobt.
00:17:37: Und das vierzehnte Enkel.
00:17:39: war ich irgendwie immer bei der Oma in der Küche.
00:17:40: Also ich kann mich noch ganz genau erinnern.
00:17:43: Wahrscheinlich habe ich über die Jahre hinweg was dazufantasiert und dieser ganz eigenes Bild entstanden, das vielleicht gar nicht so war, aber was ich im Kopf habe, ist einfach eine Oma.
00:17:52: Also meine Oma in einer gerierten Schürzen, vor einem T-Shirt, die ganz gekannt die einfachsten Gerichte kocht.
00:17:59: Für mich heute noch das Beste Essen, das gibt, weil es so einfach ist.
00:18:04: Und das ist das, was eine Küche eigentlich ausmacht, wenn du heute Feind-eining-Essen-Gest, das ich auch sehr oft mache und gerne.
00:18:11: Das ist halt wieder die Art der Inszenierung.
00:18:14: Dann ist du einen neuen Gänge mit dir und kommst dann nach Hause und denkst, was hab ich heute eigentlich gegessen?
00:18:19: War schon klasse, aber es bleibt da nichts hängen.
00:18:22: Aber ein richtig gutes Essen, wo du zwei, drei Grundprodukte hast.
00:18:27: Und die ganz einfach gemacht sind, aber schon mit gekannten Handgriffen.
00:18:31: Das ist das richtige Essen.
00:18:32: Das ist das, was mich berührt.
00:18:34: Und das jeden berührt.
00:18:35: Und wenn es dann Kindheitserinnerungen weckt, weil es sagt, der Geruch oder der Geschmack, der erinnert mich, dann macht es was, dann wird es emotional.
00:18:42: Und das ist für mich das Essen von der Oma.
00:18:44: Das hat mich einfach immer geprägt.
00:18:50: Die hat mich schon mit auf den Weg gebraucht, auf den Kulinarischen.
00:18:54: Und bei uns daheim ist immer viel gekocht worden.
00:18:56: Bei uns, meine Eltern, sie kommen aus einem... guten Fundament aussah.
00:19:00: Also meine Eltern sind heute noch meine besten Freunde irgendwie.
00:19:04: Und das ist immer ein sehr liebevoll gewesen und sehr geboren.
00:19:07: Und es war extrem wichtig Essen.
00:19:10: Es ist immer miteinander gegessen worden.
00:19:12: Das haben wir ja heute verloren.
00:19:13: Heute ist der Familie in Etappen.
00:19:15: Ja, das scheint es dir was überhaupt gibt.
00:19:17: Das waren Leute, die sie mehgen oder auch nicht mehgen, miteinander auf dem Tisch sitzen und essen.
00:19:22: Das verbindet immer.
00:19:24: Und dieses Essen, das macht schon viel.
00:19:26: Das fühlt mich auch... wie Nahrungsaufnahme.
00:19:29: Ich glaube, dass das ganz viel macht und Essen ist ein Bindeglied zwischen der Gesellschaft.
00:19:33: Es gibt in einer Region, und wenn es müde ist, so jetzt kann man gut ist, so viel unentdeckte Rezepte und all das auch.
00:19:40: Und wenn du das auf die ganze Welt weiter schachtelst, dann wird das so eine riesengroße Vielfalt.
00:19:46: Und wenn sie das miteinander vermischt in der Gesellschaft und die Kulinarik am Tisch, dann ist das das schönste, was es gibt.
00:19:51: Das ist das, für was wir auch da sind, glaube ich, miteinander essen.
00:19:56: Bin ich voll bei dir.
00:19:57: Ich muss einmal am Tag, dass wir gemeinsam am Tisch sitzen, weil mein Mann Frühstück nicht.
00:20:04: Mittags ist er nicht dabei und abends ist es für mich wirklich essentiell.
00:20:08: Also jeder fragt mich oft, dann ist es ja zweimal warm.
00:20:12: Ja, weil nicht jeder mag die jausen und ich koche gerne und ja, dann ist es.
00:20:19: Heutzutage.
00:20:21: Aber ich finde, das ist wirklich wichtig, was du sagst.
00:20:23: Und weißt du, was ich auch das Schöne finde, wenn man wohin kommt und eben Menschen aus aller Welt trifft und dann jeder auch so seinen Wurzeln kocht.
00:20:30: Das ist, glaube ich, herrlich.
00:20:30: Das hast du bestimmt schon mal erlebt, dass jeder das mitgebrachte Kocht, was kochst du da?
00:20:34: Ich habe mir mal das angefangen, weil leider ist es so, dass das Koch privat ganz hinten zum Essen eingelandt
00:20:42: wird.
00:20:43: Und dann habe ich mir gedacht, und ich mache das gerne, dass ich bei meinem Dahorn bin und so, dann habe ich mir abgeholt damit, dass ich die Idee gegründet habe, aber leider macht man es jetzt nicht mehr.
00:20:52: Aber das haben wir mal Zeit lang gehabt, dass sie Freunde treffen.
00:20:54: Jeder nimmt vier Produkte mit.
00:20:57: Die legen wir am Tisch und dann kochen wir ein Menü draus.
00:20:59: Das ist extrem lustig und ein guter Abend.
00:21:03: Miteinander kochen ist auch extrem schön.
00:21:05: Ja, voll.
00:21:06: Also wenn ich Privatwende auch mal am Einladen, dann fängt das immer in der Küche an, der Kochen.
00:21:11: Also die ersten zwei Gänge, die gibt es im Stein mit einem Glaslbrotseck dazu und alle Steinen rund um die Kochen.
00:21:19: Jeder fügt sich wohl.
00:21:19: So, das ist das Gute.
00:21:22: Hast du auch eine Schokolade?
00:21:23: Jetzt habe ich deine Frage eigentlich gar nicht beantwortet.
00:21:25: Ich bin schon wieder voll abgeschweifft.
00:21:27: Du musst mich immer wieder einfangen.
00:21:29: Wenn man hier mal loslegt mit Reden, hast du ja schon gemerkt,
00:21:32: du gehst dahin.
00:21:35: Da gibt es einfach viel zu erzählen und es macht ja auch Spaß zum Zuhören.
00:21:40: Ich hätte gefragt, wenn du in so eine Runde kommst, wo sich die Welt trifft, welches Rezept du kochst oder welches, das muss ja kein Rezept sein.
00:21:48: Auf was hast du Lust, dass du repräsentierst, deine Wurzeln zeigst?
00:21:51: Was würdest du da kochen?
00:21:53: Das ist eine schwierige Frage.
00:21:54: Das kann ich doch gar nicht sagen, weil ich dachte, ja, wenn ich mir jetzt vorher schon entscheiden müsste, das ist echt schwierig.
00:22:02: Das kann ich doch nicht beantworten.
00:22:03: Auf was setzt Heid Lust?
00:22:04: Heute.
00:22:05: Heute.
00:22:07: Die hat eine extreme Schwäche, die habe ich schon mal öffentlich gesagt.
00:22:11: Ich war nie sehr so typ, und die sind wirklich die, die jetzt aber beim alt werden, wenn ich drauf komme.
00:22:16: Und dann habe ich mir erwähnt in irgendeiner Fernsehsendung, dass ich wahnsinniger Früchtebrot stehe.
00:22:21: Und dann habe ich viel Früchtebrot zugeschickt.
00:22:24: Das war ja super.
00:22:26: Ich enttage heute, weil ich ein paar Tage unterwegs war.
00:22:30: Und dann bin ich nach Hause gekommen, am Sirius guckte und habe für die Spitzwille alles zampackt.
00:22:35: Und dann hat man mein Küchenteam in so einem Kschiedel im Kühlhaus Landschpaket Graule hergerichtet.
00:22:42: Und die wissen das auch mit Früchtebrot und haben ein selber gemachtes Früchtebrot gebacken.
00:22:45: Ich
00:22:46: liebe das.
00:22:46: Und auf diese Freiheit haben wir das mitgenommen und das gibt es mit viel Kaffee und Früchtebrot.
00:22:51: Das ist was, was ich richtig gerne
00:22:52: mache.
00:22:53: Ja, und tust du Butter drauf?
00:22:55: Ja, kann man machen.
00:22:56: Ja.
00:22:57: Ja, kann man Butter in Maschinen fehlen.
00:23:01: Aber das Früchtebrot, das ist mein Team, das ist so softig, da brauchst du eigentlich fast nur einen Kaffee oder einen guten Tee dazu.
00:23:08: Jetzt hast du mir einen richtigen Guster aufs Früchtebrot.
00:23:11: gemacht.
00:23:11: Ich hoffe, man findet es auch bei dir, weil den Advent über Komma noch aufgekommen zum Siriuskugel bis Anfang Jänner.
00:23:18: Und ich bin immer ein wenig zurückhaltend, um ehrlich zu sein beim Früchtebrot.
00:23:22: Wirklich?
00:23:23: Ja und ich habe es tatsächlich erst mit Butter lieben gelernt, aber es liegt vielleicht an der Trockenheit.
00:23:28: Also ich bin, ich mag kantierte Früchte einfach wahnsinnig gern und ich mag Zitrusfrüchte voll gern und ich mag Rosinen voll gern.
00:23:37: Oh ja, das habe ich gelesen.
00:23:38: Ja,
00:23:39: das schreibe ich auch mit Kochbuch.
00:23:40: Also jeder, der bei mir einen Schmoren ohne Rosinen.
00:23:43: Also das verstehe ich einfach nicht.
00:23:44: Und ich finde, Rosinen muss man auch ein paar Mal schauskeln.
00:23:47: Aber egal.
00:23:48: Und das ist halt alles vereint in diesem Früchtebrot.
00:23:51: Findet man immer wieder am Syroskogel, wir servieren das zum Käse.
00:23:55: Ja, bist du kritisch als Gast?
00:23:57: Überhaupt nicht, eigentlich.
00:23:58: Ich probiere es.
00:23:59: Und ich kann... Also sagen wir mal so, ich habe mir die letzten Jahre einfach angefangen, dass ich... wo ich hingehe, wo ich weiß, dass ich safe bin.
00:24:08: Weil ich habe einfach keinen Bock auf das zwanzigste Tiefkühlschnitzel und irgendwelche Fertigprodukte, die noch aufgepoppt werden.
00:24:17: Sondern ich beschäftige mich sehr viel, ob da haben so ein Häft, wo ich mir aufschreibe, wo ich essen gehe, wie dieses Jahr oder in nächster Zeit.
00:24:26: Und das realisiere ich, egal ob das Wirtshaus ist oder Fine Dining.
00:24:30: Da lohne ich mich weiter aus, aber das wissen die Leute auch schon.
00:24:33: Ich habe wahnsinniges Problem, ich soll jetzt gut essen zu gehen.
00:24:36: Wir sind echt auf keinen guten, kulinarischen Weg, obwohl wir extrem schöne Wurzeln hätten.
00:24:42: Und wir stören halt immer mehr auf Massenabfertigung um.
00:24:45: Und ja, da gibt es zwei Adressen, wo ich gerne hingehe.
00:24:49: Und sonst, ja, überlege ich mir das sehr gut, wo die Reise
00:24:52: hingeht.
00:24:53: Aber dass sie was tut, da bist du eigentlich auch dran, weil letztes Jahr hast du mit der Tourismusschule zusammen versucht die Jugend doch zu prägen, vielleicht magst.
00:25:02: Ja, also das war im Zuge der Kulturabstatt.
00:25:05: Die Kulturabstatt ist vor Jahren schon mich herangetreten und haben gesagt, Kralle, du kannst du bitte ein Projekt machen mit Jugendlichen und der Gastronomie.
00:25:13: Und die haben gesagt, ich tat' voll gerne, aber das geht sie zeitlich einfach nicht aus.
00:25:17: Und dann haben sie mich sechsmal gefragt und beim siebten Mal bin ich schwach geworden und habe gesagt, ja.
00:25:21: Und dann ist es so, wenn ich da dabei bin und ich sage, ja, das mache ich, dann bin ich immer zu hundert Prozent dabei.
00:25:26: Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass die Jugendlichen nicht das Problem sind.
00:25:31: Wir in der Gastro, wir selber haben uns die Gastromomie, die letzten Jahre kaputt gemacht.
00:25:35: Der Könner Nettolon liegt nach wie vor bei ´thausendsechsehundert Euro für vierzehn Stunden.
00:25:39: Wir haben Praktikanten und Mitarbeiterinnen ausgebeutet jahrelang und wir haben uns die Proage schon selber gegen die Wand gefahren.
00:25:47: Und da wollte ich herzahlen, dass... nicht an Jugendlichen legt.
00:25:50: Und dann habe ich denen Jugendlichen ein weißes Blatt Papier geben, ein Stadtkapital.
00:25:54: Und dann habe ich gesagt, macht sich selbstständig und zorgt sehr, wie sich Eskastronomie vorsteht.
00:25:59: Und die Halbschaft sehr stark im Hintergrund die Fäden zogen.
00:26:02: Aber es war ein wahnsinniges Scheinsprojekt.
00:26:04: Ich habe Jugendlichen mit sechszehn Jahren kennengelernt.
00:26:06: Das waren achtzehn Jugendliche.
00:26:07: Wir sind auch mit denen durch ganz Europa geflogen und das haben uns verschiedene Projekte angeschaut.
00:26:12: Und dann haben die in Bodyschlamm-Bahnhof innerhalb von sieben Wochen aus einem Rohbau, weil da waren nicht einmal Boden drinnen, Fertiges Restaurant zu am Zimmer und haben ein Jahr lang mit einer Gastro zelebriert.
00:26:23: Und ich hab auf dieses Projekt zweieinhalb Tausend ehrenamtliche Stompen quasi.
00:26:28: Ja, aber wir haben europaweit für Aufsehen gesorgt.
00:26:31: Also Österreich hat ja gar nicht so viel berichtet, aber es sind ja alle Fernsehs in der einen rausgegangen.
00:26:36: Und ich glaube, es war ein voller Erfolg und es war richtig schön.
00:26:40: Und an die Jugendlichen liegt es ganz einfach nicht.
00:26:43: Ich mach mir um die Jugend überhaupt keine Sorgen.
00:26:45: Weil die sagen, die haben ganz andere Work-Life-Beleidenschaft.
00:26:48: Die Zeiten verändern sich, da muss man ein bisschen mitgehen.
00:26:50: Es spürt sich halt einfach nicht mehr, dass der einer sechs Tage oder sieben Tage, vierzehn Stunden da steht.
00:26:56: Die Zeiten sind vorbei.
00:26:58: Das muss man sehen.
00:26:59: Und einer, der sich privat mit seinem Leben beschäftigt und der erfüllt der Mensch ist, der macht einen guten Job.
00:27:05: Und da muss man halt ein bisschen lang strukturieren.
00:27:07: Aber das verstehen halt ganz wenige nicht.
00:27:09: Das Wichtigste, was du haben kannst... Also Betrieb ist eine gesunde Personalstruktur.
00:27:14: Und mein Oberkönner ist mein allererster Praktikant.
00:27:17: Der hat alle Praktika bei mir gemacht, obwohl ich gesagt habe, mag ich schaute um meinen gescheiten Betrieb an, weil das Tier wieder mal ein Supergastronom.
00:27:24: Da habe ich gesagt, nein, ich möchte bei dir bleiben.
00:27:26: Und den habe ich praktisch seit achtzehn Jahren dabei.
00:27:29: Und da gibt es zwei Faktoren, die man beachten muss.
00:27:33: Und das ist die soziale Bindung.
00:27:35: Wir gähnen alle Hackel, damit wir was verdienen.
00:27:38: Du musst du den Kuchen dänst, du verdienst große Stücke oberschneiden.
00:27:43: Und dann ist die emotionale Bindung.
00:27:45: Wenn du fünfzehn Leid zum Beispiel im Team hast, dann tickt jeder Charakter ein bisschen anders.
00:27:49: Und auf dem musst du eingekehnen.
00:27:51: Und wenn du auf den eingehen kannst, dann hast du es geschafft, dann hast du die Leid rund um die.
00:27:55: Und dann halten wir das dann auch in schlechte Zeiten und so weiter.
00:27:59: Und dann funktioniert die Gastro.
00:28:00: Aber das checken heute wenig.
00:28:02: Zum Glück gibt es Leute wie die, und du traust es auch zum Sorgen.
00:28:06: Ja,
00:28:06: ich sag immer so, was ich mir denke.
00:28:08: Das
00:28:09: ist eine große Stärke und dass man es auch weiterhin tut, auch wenn irgendwelche Unkenrufe kommen, dass man einfach sich nicht zurückhält.
00:28:17: Dafür bin ich dir eigentlich sehr dankbar, weil das ist auch wie ich, die wahrnehmen oder kennenlernen, dass du einfach gerne sagst, was du denkst und auch, wenn du aneckst, keine...
00:28:27: Ja, gegen Windschott auf Kornfall.
00:28:29: Und man muss es nicht alle leidrecht machen.
00:28:32: Und das kann einfach Dinge gesagt werden.
00:28:35: Weil es bringt nichts, wenn ich daheim im Wirtschaftsjahr ganz ... Das hab ich vierzeig Jahre schon so gemacht und das kommt kapiert.
00:28:42: Daher muss ich verdammt noch mehr umdenken.
00:28:45: Leider ist halt nicht jeder so kreativ.
00:28:48: Ich zum Beispiel
00:28:48: ... Aber das könnten Sie auch mal kopieren.
00:28:50: Ja, aber ich bin zum Beispiel so aufgestellt und das ist eher klarer Vorteil.
00:28:54: Das weiß ich eh, weil ich einfach aus einem gesunden Fundament komme.
00:28:57: Ich glaube, es kann nichts kommen da draußen, wo ich sage, ich habe keine Idee dazu.
00:29:01: Das kann halt leider nicht jeder.
00:29:03: Aber man muss halt kreativ bleiben und es gibt für alles eine Lösung.
00:29:06: Ja, und vielleicht eben auch immer bei sich bleiben.
00:29:09: Ja, bei
00:29:09: sich bleiben.
00:29:09: Das ist das Allerwichtigste, bei sich bleiben.
00:29:12: Dann wird das vielleicht ein wenig besser in Zukunft.
00:29:16: Und ich glaube, du bist wirklich ein Motivator für die jungen Menschen.
00:29:20: Also ich freue mich auch, dass die Tourismusschule dein Gesicht inzwischen auch zeigt, weil Ich liebe Tourismus.
00:29:26: Ich bin selber im Gasthaus postgroß geworden.
00:29:29: Ich habe sicherlich viel von meiner Oma mitgekommen.
00:29:32: Ich war auch lieber im Herd als draußen am Service.
00:29:35: Und für mich ist die Gastro das Schönste.
00:29:36: Und für mich ist auch das Schönste, wenn ich erleben darf, dass jemand junger Freude an dem tun hat.
00:29:43: Ja, aber das muss man auch, weil du gesagt hast, ich nehme kein Blatt von mir.
00:29:47: Und das muss man auch mal ganz klar sagen, die Tourismusschule.
00:29:50: Das war auch nicht die beste Zusammenarbeit bei diesem Projekt.
00:29:53: Die einzigen, die mit diesem Projekt nicht enttäuscht haben, waren die Jugendlichen selber.
00:29:57: Und alle anderen, die Kulturamtstadt oder Tourismuschule, da war der Breiber reingeben.
00:30:03: Aber... Das ist auch kein Problem, weil ich sage immer, das Wichtigste ist auch miteinander streiten können, weil so eine Meinung sagen.
00:30:10: Nur das ist auch was, das kann ich eigentlich unterrichtet, finde ich, wie man miteinander streitet.
00:30:15: Weil ich finde es super wichtig, dass man eine Meinungsverschiedenheit hat, weil das ist halt einfach so im Leben.
00:30:20: Aber es darf nicht immer einer aus Verlierer rausgehen und einer aus Gewinner, sondern man muss sich Sachen sagen können, in Ruhe.
00:30:26: Und das hat es bei der Tourismus schön durchaus geben, weil ich... Ganz einfach er glaubt, dass die im Bildungsstandard, ist die Gastronomie schon hinten, muss man sagen.
00:30:34: Also die Schere hat die letzten zehn Jahre aufgemacht.
00:30:37: Und wir in der Praxis zelebrieren es und gehen halt mit, ist auch für uns einfacher, weil wir tagtäglich damit konfrontiert sind.
00:30:43: Aber wenn ich mir das anschauen, was für die Menüs heute gekocht werden bei Abschlussprüfungen, wird man eigentlich schlecht.
00:30:51: Was würdest du heute kochen bei deiner Abschlussprüfung?
00:30:54: Kochen wollen, also ich hab einen Tafelspitze gekriegt, ich hab mir gelangweilt.
00:30:57: Ja?
00:30:58: Ja.
00:30:59: Ich war
00:31:00: es
00:31:02: nur bei meiner Lehrabschlussprüfung, habe ich meine Mama wahnsinnig nervös gemacht.
00:31:06: Ich habe einen Tag vorher auf die Nacht angefangen, dass ich mich beschäftigt mit die Fragen und sie gesagt, wie soll das was wir haben.
00:31:13: Also die Mama, das wird schon.
00:31:15: Und dann nicht, dann tritt die Nummer.
00:31:16: Ich war tatsächlich der Tagesbeste dort.
00:31:20: Und in der Praxis, das beschreibt es eigentlich ganz gut, ich habe mich null vorbereitet und dann habe ich einen Topf im Schmoren gekriegt.
00:31:28: Das ist das einzige Gericht, das mein Hänger blieb.
00:31:29: Und die haben mir gedacht, Wahnsinn, es gibt einen Topf im Schmarrn.
00:31:33: Wieso ich das mache?
00:31:34: Und ich habe ein Nullrezept gehabt.
00:31:35: Und am Schluss habe ich einen Topf im Schmarrn Zahnzimmert und habe ja noch das gemacht.
00:31:39: Und das ist sich gut ausgegangen.
00:31:41: Aber bei mir gehen sehr wohl viele Sachen schief und das ist auch wichtig.
00:31:46: Also, ja.
00:31:47: Ja, man darf auch Fehler machen.
00:31:49: Ja, das ist wichtig.
00:31:50: Fehler machen ist wichtig.
00:31:51: Ja, man kann nur dann lernen und wachsen eigentlich.
00:31:54: Voll.
00:31:54: Ja.
00:31:55: Ja, also ich finde im Kochbuch hast du wenig Fehler gemacht.
00:31:58: Das
00:31:59: weiß ich noch.
00:31:59: Ich habe schon zwei Fehler gefunden.
00:32:01: An Fehler gerne dazu.
00:32:04: Weißt du, was ich großartig finde, den hinteren Teil vom Kochbuch, wo du übers Fermentieren, übers Halbbar machen.
00:32:10: Ja, das ist
00:32:10: ganz richtig.
00:32:11: Ja, und köstlich.
00:32:14: Und man darf sich auch darüber trauen.
00:32:16: Und man darf da auch mal Fehler machen, wenn es Glaseln nicht gescheit war.
00:32:19: Ja, der darf man auch mal Fehler machen.
00:32:20: Aber diese Vorratskammer, die du gerade angesprochen hast, das ist was, was wir im Salzkammergut einfach total verlernt haben.
00:32:26: Und so, also früher, also wie in Tschuh gegangen bin, war es so, das schreibe ich auch im Kochbuch, war meiner Generation Bauer ein Schimpfwort.
00:32:34: Aber Bauer und Bayerien sind die, die Gust haben wie komisch über Joa und zwar nicht nur kulinarisch, sondern auch in Verbundenheit mit der Natur, wie geht man miteinander um und so weiter, die haben für alles eine Lösung gehabt.
00:32:44: Und diese Vorratskammer, da hat es zum Beispiel ein Sorten geben bei uns in der Gegend Hausnummer an Opfer, der war zwei Wochen genießbar.
00:32:51: und dann hast du überlegen müssen, wie bringe dein Übersiher.
00:32:54: Und da haben wir total viel verlernt.
00:32:55: Und da probieren wir halt mit den verschiedensten Methoden zumindest ein paar Rezepte ausserzgläumen und dass man sich halt ein bisschen was konserviert.
00:33:04: Ja, und ich heuer im Juli hat es ja so viel gekriegt.
00:33:09: Ich
00:33:10: habe so viele Schwamme wie noch nie gefunden, weil wir wohnen ja sehr abseits und sehr nah beim Wald.
00:33:15: Und ich habe heuer zum ersten Mal eigentlich das Steinpizzi gemacht und ich freu mich auf das Glas, was ich bald einmal aufmachen werde.
00:33:22: Ja, aber Schwammel hier.
00:33:23: Ja, wirklich.
00:33:24: Also so viel wie noch nie.
00:33:26: Ich habe eh gelesen, die Champignons-Butter bei dir, weil jausen, du, ich falle gern.
00:33:30: Du hast ja auch gern jausen.
00:33:31: Ja, du hast zuerst schon vor der Jausen gekriegt.
00:33:35: Jausen nicht wahnsinnig gern.
00:33:36: Aus vielerlei Gründen.
00:33:38: Ich mag das auch mal an Sachen in der Mittensteine.
00:33:41: Dieses, wie man heute gesagt, Foodsharing.
00:33:44: Jeder nimmt sich was, was er haben will.
00:33:46: Oh ja, das
00:33:46: ist... Also ich jahre es nicht auch gerne auf die Nacht.
00:33:50: Also statt dann Abendessen ist man fast die jahre es nicht lieber, weil das geht sich einfach gut aus, pickst einfach aus, so was da haben müsste.
00:33:57: Snacks zu dahin.
00:33:59: Und wenn man mal keine Idee hat, was man kocht, dann sieht man dich auch und kann nachschauen, wo findet man die im Fernsehen?
00:34:06: Ja, ich koche alle zwei Wochen Studio zwei.
00:34:10: Das ist in meinem Dienstag gemacht, sind nur ein paar Minuten, die sind immer live sein und das kommt mir sehr zum Gute, weil da kann man dann im Hintergrund nicht schneiden, weil ich finde, es gehört authentisches Fernsehen gemacht.
00:34:21: Ich finde, Fernsehen heutzutage ist viel zu viel beschnitten.
00:34:24: Da bin ich unterwegs und dann sind wir jetzt eben mit dem Kochbuch unterwegs.
00:34:30: Und jetzt kommt man nächstes Jahr, schauen wir ein paar mediale Geschichten, ein paar grössere, ein paar, oder eigentlich ordentlich grössere Geschichten und ein paar kleine Sachen.
00:34:38: Und ich habe mir mein Leben jetzt so aufgebaut, hier irgendwie auch in der Öffentlichkeit, dass es nicht nur noch ums Kochen geht.
00:34:45: Wie in diese Medienbubble reingruht, haben sie einfach viele Möglichkeiten ergeben.
00:34:51: Ich schaue das ja wieder ein bisschen zu musizieren kommen.
00:34:54: Wir waren hier mit meiner Band, die es seit zehn Jahren nicht mehr gibt, aus Zeitgründen.
00:34:58: Wir haben uns für den ORF noch mehr auf die Bühne gestellt.
00:35:00: Ich habe ein wahnsinnig schönes Erlebnis gehabt, weil in meiner Jugendzeit einen Helden für mich gegeben hat.
00:35:06: Das war Burning Spear, das ist ein Wegbegleiter von Bob Malley.
00:35:09: Das sind selber Jahrgangs, haben miteinander nicht Trigger gegangen und Reggae war für mich total wichtig und den gibt es seit sechs Jahren auf der Bühne.
00:35:15: und dann hat Burning Spear angefragt, ob wir als Vorbänder kommen und dann haben wir noch zu sein.
00:35:21: Und dann haben wir die Beine für das Handraum.
00:35:23: Und dann haben wir ein Konzert aufgenommen und so.
00:35:25: Und dann bin ich schon wieder voll abgeschweifft.
00:35:27: Es passt aber voll, weil ich habe eine Frage dabei gehabt, die heißt, welche Seite an dir kennt man gar nicht so.
00:35:32: Und jetzt hast du es mir beantwortet.
00:35:34: Ja.
00:35:36: Es passt voll.
00:35:37: Und auch mit dem Podcast, den es nächstes Jahr dann nur noch live gibt, passiert einfach so viel.
00:35:42: Und ich bin so dankbar für alles, was ich erleben darf, überall, wo ich hinkommen kann.
00:35:46: Und das ich nicht nur mich selber reduziere auf dem Herd, obwohl ich immer sage, Ein Tag ohne Kochen ist ein verlorener Tag.
00:35:53: Weil Kochen ist auch mein Yoga.
00:35:54: Das entspannt mir einfach.
00:35:56: Und wenn ich schlecht drauf bin, gehe ich kochen, wenn ich gut drauf bin, gehe ich kochen.
00:36:00: Aber es gibt so viel mehr im Leben und ich darf in so vielen coolen Communities und Öffentlichkeitsgeschichten unterwegs sein.
00:36:08: Ich fühle mich momentan total wohl.
00:36:10: Und ich glaube, dass ich gute Balance drinnen habe in allen.
00:36:13: Und ja, das taugt mir einfach gerade sehr.
00:36:16: Cool.
00:36:16: Das heißt, wenn du einen ganzen Kleinen für dich kochst, da tangst du Energie.
00:36:22: Weil das haben wir schon gefragt den Tag.
00:36:24: Wann du schlaffst.
00:36:25: heute Nacht hast du mir auch später einen SMS geschrieben, ich noch später, weil...
00:36:28: Ja, das mache ich manchmal unabsichtlich, weil er eigentlich schreibt mir dann noch keine Nachrichten, aber dann ist es ja ledigend.
00:36:38: Aber ja, im Sommer schlafe ich gar nicht so viel, aber der vierte bin ich so ein Sieben-Schläfer eher im Winter.
00:36:45: dann, ist die gemütlichere Zeit.
00:36:49: Jetzt hab ich noch, natürlich muss ich den Kochen noch was fragen.
00:36:52: Im Winter, was ist dein Lieblingsgemüse?
00:36:54: Und was wird jetzt spontan draus machen?
00:36:57: Mein allerliebstes Lieblingsgemüse.
00:36:59: Weil im Winter ist es voll schwierig, finde ich.
00:37:01: Ja, aber es gibt zwei Sachen.
00:37:03: Der für zwei aussuchen.
00:37:04: Ja, der ist zwar erst.
00:37:05: Das liebt von dir.
00:37:06: Zwei Sachen, die mir wahnsinnig taugen.
00:37:08: Nein, eigentlich gibt es viel mehr.
00:37:10: Aber ich sag da zwar, es ist rote rüber.
00:37:12: Ja.
00:37:13: Ach ja, stimmt, den merkt man.
00:37:15: Die kommt
00:37:15: bei mir überall vor.
00:37:16: Außerdem wächst die voll gut bei uns.
00:37:18: Ja,
00:37:19: ja, rote Rübe ist super und es gibt so viele verschiedene Sorten.
00:37:22: So richtig schön.
00:37:22: Ja,
00:37:24: ja.
00:37:24: Die kann was.
00:37:25: Geschmacklich, optisch, der volle Bringer und passt die Nacken.
00:37:28: Ja, ich liebe ich.
00:37:30: Passt die Nackenpüree?
00:37:31: Ja.
00:37:32: Oder zu langweilig?
00:37:33: Nein, super gut, mag ich wahnsinnig gern.
00:37:36: Und ich auch habe mir meiner Mama mal gesagt, Passt die Nacken?
00:37:39: Das finde ich so super.
00:37:40: Das kann ich nicht sagen, warum.
00:37:41: Oder ich glaube, sie weiß, warum.
00:37:43: Sie ist damals immer ins Mühviertel gefahren zu bauen und hat dort für ein Babybrei Passt die Nacken gekauft.
00:37:49: Und ich hab das als Kind schon immer gegessen.
00:37:52: Also eh, praktisch Passt die Nackenbüree.
00:37:54: Super.
00:37:55: Ja, ist ein wenig süßlich.
00:37:56: Ja, das mag ich total gerne.
00:37:58: Danke.
00:38:00: Und weil dir mir die jungen Menschen schon am Herzen liegen, was würdest du ihm auf den Weg geben?
00:38:06: der Koch werden mag, der sie von dir motiviert, inspiriert fühlt, die Medien und die Meinung, die sie hoffentlich irgendwann bald mal ändert hinter sich lässt und den Weg eingeschlagen mag.
00:38:18: Was gibt es denn dafür?
00:38:19: Das hast du schon beantwortet.
00:38:21: Das ist bei dir bleiben einfach.
00:38:22: Das ist das Allerwichtigste, egal was du machst.
00:38:25: Ich sage es so, wenn man gespürt, man kehrt irgendwie in die Gastro, oder man kocht gern, dann kehrt das einfach ausprobiert.
00:38:31: Und mein Tipp dazu ist, dass man sich zwei, drei Lokale ausversucht, wo man vielleicht gern Essen hingeht und fragt, der für mir mal einklinken für einen zwei Tag und dann schaut man sich das an, lieber mehr schauen, wie weniger, dann einfach mal mit einklinken und leer anfangen oder eine Tourismusausbildung.
00:38:48: Und wenn man draufkommt, das ist jetzt nichts für mich.
00:38:51: Dann macht man einfach was anderes.
00:38:52: Das ist wichtig, immer auf sich hoch.
00:38:53: Ich hab zum Beispiel einen Freund, der kommt heute da heressen.
00:38:57: Der ist Tischler und der ist fünf Jahre alter wie.
00:39:00: Und der sagt mir seit Jahren, dass er mit seinem Job unzufrieden ist.
00:39:03: Und ich sage ihm seit Jahren,
00:39:05: dann
00:39:05: macht doch was anderes.
00:39:07: Und wenn ich heute draufkomme, ein Jahr vor der Pensionierung, ich muss was anderes da beruflich, dann muss ich's einfach machen.
00:39:12: Und ich sag da, das kann nicht geschiff gehen, weil aufgefangen wird man irgendwie, wannst bei dir bleibst.
00:39:18: Ja.
00:39:19: Das sind schöne Worte zum Abschluss eigentlich.
00:39:21: Lieber Krauli, danke dir für deine Zeit.
00:39:24: Ja, danke für dein Zuhause.
00:39:25: Danke für die Anglernung.
00:39:26: Ja, schön.
00:39:30: Ja, das war eine Folge Salzkamer-Gut-Secrets mit dem Held am Herd, mit dem Krauli.
00:39:37: Ich hoffe, es hat euch gefallen.
00:39:38: Schaut es einen in das Kochbuch.
00:39:39: Es ist wirklich sehenswert, es berührt die Seele.
00:39:43: Das ist eigentlich mein Salzkamer-Gut-Secret aus.
00:39:46: dieser Folge.
00:39:47: wirklich lest die Texte, da kommt man richtig an.
00:39:50: Und dann kommt der Mut, weil dann darf man ein bisschen Gegensätze kochen und merken, dass Geschmack sich anzieht.
00:39:57: Wenn es anzieht, dass er bei mir weiter rein hört, dann freue ich mich natürlich, wenn mein Podcast geteilt wird und bewertet wird und auf die nächste Folge einfach wieder zulosen.
00:40:07: Bis bald.
00:40:26: Deine Podcastagentur.
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